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Workshop „Neue GPS-Normen für Maß-, Form und Lagetoleranzen " am
27.03.18 / 24.04.18 / 29.05.18 / 21.06.18

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserem Fachreferenten, Herrn Dr. Michael Hernla, führen wir mehrere Seminar zum Thema „Neue GPS-Normen für Maß-, Form- und Lagetoleranzen“ durch.

Zur Zielgruppe gehören, neben Mitarbeitern aus den Qualitätsabteilungen, auch Mitarbeiter aus den Bereichen: Fertigungstechnik, QVP, AV, ebenso auch Mitarbeiter aus der Entwicklung sowie Konstrukteure und alle andern, die sich mit Zeichnungsbezügen und Bezugssystemen beschäftigen (müssen).

Im Rahmen der o.g. Veranstaltung wollen wir Sie praxisnah über das Thema informieren. Hierzu sind Möglichkeiten gegeben Ihre individuellen Fragestellungen mit aufzunehmen und fachspezifisch zu behandeln.


Download:
Workshop-Beschreibung inkl. Faxanmeldung 27.03.2018
Workshop-Beschreibung inkl. Faxanmeldung 24.04.2018
Workshop-Beschreibung inkl. Faxanmeldung 29.05.2018
Workshop-Beschreibung inkl. Faxanmeldung 21.06.2018

Anmeldungen erbeten über unser Anmeldeformular oder per Fax an: 02307-28736-77


Wir freuen uns auf eine interessante Veranstaltung mit Ihnen hier im Kamen.

Achtung: Die Teilnehmeranzahl ist auf 12 begrenzt und richtet sich nach dem Eingang der Anmeldungen.


 

Neue GPS-Normen für maß-, Form- und Lagetoleranzen

Das Seminar gibt eine Übersicht über die wesentlichen Neuerungen in dem ISO-Normensystem für Geometrische Produktspezifikationen (GPS). Die Norm DIN EN ISO 8015:2011 enthält die Grundlagen, zu denen u.a. das Unabhängigkeitsprinzip als Tolerierungsgrundsatz gehört.

Die neue Norm DIN EN ISO 14405-1:2017 definiert das Zweipunktmaß als Standard-Maßdefinition für Längenmaße. Andere Maßdefinitionen müssen ausdrücklich in die Zeichnung eingetragen werden, z.B. für die heute übliche Auswertung der mittleren Elemente bei Messungen mit Koordinatenmessgeräten bzw. optischen Koordinatenmesssystemen. In der neuen DIN EN ISO 1101:2017 gibt es jetzt Möglichkeiten zur Definition von Filtern und zur Zuordnung von Geometrieelementen für Form- und Lagetoleranzen (z.B. mittleren oder angrenzenden).
Nach der aktuellen DIN EN ISO 5459:2013 sind jetzt auch gemeinsame Bezüge z.B. für symmetrische Bezugselemente möglich. In dem neuen Entwurf von 2016 gibt es ebenfalls Möglichkeiten zur Definition von Filtern sowie zur Zuordnung von Geometrieelementen für Bezüge, wobei hier eine neue Standardspezifikation festgelegt werden soll. Der Entwurf von DIN EN ISO 5459:2016 für Positionstolerierung legt ergänzende Regeln zu ISO 1101 für die Form- und Lagetolerierung fest. Dazu gehören vor allem Toleranzen für mehrere einzelne oder gemeinsame Geometrieelemente gleichzeitig sowie Muster (z.B. Lochmuster) und die Festlegung von Nebenbedingungen für die Messung. Zusätzlich werden die wichtigsten Unterschiede der US-amerikanischen Norm ASME Y14.5 zum GPS- Normensystem behandelt.

Das Ziel ist die praxisgerechte, vollständige und eindeutige Definition der Anforderungen auf der Zeichnung. Dazu sind neben der Funktion auch die Fertigung und die Messung zu berücksichtigen. Diese Aufgabe kann nur in enger Zusammenarbeit zwischen Konstrukteuren, Fertigungstechnikern und Messtechnikern gelöst werden. Das Seminar vermittelt die notwendigen Grundlagen und gibt Empfehlungen zur praxisgerechten Umsetzung der neuen Normen. In dem Seminar können anhand von Zeichnungen firmenspezifische Fragestellungen bearbeitet werden.

Inhalt:

GPS-Normensystem
ISO-Normensystem für geometrische Produktspezifikationen (GPS); Grundlegende Konzepte, Prinzipien und Regeln nach ISO 8015; Tolerierungsgrundsatz Unabhängigkeitsprinzip; Geometrieelemente nach ISO 14660 bzw. ISO 17450-3; Entscheidungsregeln zur Berücksichtigung der Messunsicherheit nach ISO 14253-1

ISO 14405 Längenmaße
Maßdefinitionen und Symbole für Längenmaße nach ISO14405-1; Standard-Maßdefinition Zweipunktmaß; Maßeintragung; unzulässige Maßeintragungen nach ISO14405-2 wie z.B. Stufenmaße, Maße an Mittellinien, Koordinatenmaße, Radien; Anwendung in der Praxis; Alternativen

ISO 1101 Form- und Lagetoleranzen
Symbole und Regeln zur Eintragung von Filtern und zur Zuordnung von Geometrieelementen; Gemeinsame Bezüge; Anwendung in der Praxis; Alternativen

ISO 5459 Bezüge und Bezugssysteme
Symbole und Regeln zur Eintragung von Filtern und zur Zuordnung von Geometrieelementen; Gemeinsame Bezüge; Anwendung in der Praxis; Alternativen

ISO 5458 Positions- und Mustertolerierung
Form- oder Lagetoleranzen für mehrere Geometrieelemente gleichzeitig; einzelne oder gemeinsame Geometrieelemente, Muster (z.B. Lochmuster); Nebenbedingungen für Richtung bzw. Ort; Anwendung in der Praxis; Alternativen

Geometrische Tolerierung nach ASME Y14.5
Übersicht, Tolerierungsgrundsatz, Maßdefinitionen, Verbund-Toleranzen, simultane bzw. getrennte Anforderungen, unsymmetrische Toleranzzonen

Empfehlungen zur Umsetzung der neuen Normen
Tolerierungsgrundsatz Unabhängigkeitsprinzip, Standard-Maßdefinition mittlere Maße, Standard- Bezüge als mittlere Elemente und Anlage des Bezugssystems in der Mitte der Geometrieelemente, Auswertung von Lageabweichungen für die mittleren Elemente in der Mitte, Allgemeintoleranzen für Form und Lage sowie für beliebige Geometrieformen, Werknorm-Entwurf

Übungen
Diskussion von Praxisbeispielen anhand von technischen Zeichnungen aus den Unternehmen der Teilnehmer

Zielgruppe:
Konstrukteure, die sich mit der Eintragung von Form- und Lagetoleranzen sowie Bezügen und Bezugssystemen befassen, sowie Arbeitsvorbereiter, Fertigungstechniker und Qualitätsprüfer, die diese Eintragungen verstehen und umsetzen müssen

Durchführung (1 Tag):
- auch als In-House-Schulung in Ihrem Unternehmen, Termin nach Absprache

 

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